Rezeptbild: Brathering aus Deutschland

Brathering

45 min 4 Portionen🇩🇪 Deutschland 559 kcal Recherchiert
Foto: Polarbear24, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Beschreibung

Frische Heringe, in Mehl gewendet, knusprig gebraten und anschließend in einem süßsauren Zwiebelsud eingelegt — ein norddeutscher Klassiker, den man kalt mit Brot oder Kartoffeln isst.

Zubereitung

✓ recherchiert
  1. 1

    Die küchenfertigen Heringe kalt abspülen, trocken tupfen, innen und außen leicht salzen und in Mehl wenden. Überschüssiges Mehl abklopfen.

  2. 2

    Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Heringe darin bei mittlerer Hitze von beiden Seiten je 4–6 Minuten goldbraun und knusprig braten. Herausnehmen und in eine tiefe Schüssel oder ein Steingutgefäß schichten.

    ⏱️ ca. 12 Min
  3. 3

    Für den Sud die Zwiebeln in Ringe schneiden. Essig, Wasser und Zucker mit Lorbeer, Pfeffer- und Senfkörnern und Salz aufkochen, die Zwiebelringe zugeben und 3–4 Minuten mitkochen, sodass sie leicht weich werden.

    ⏱️ ca. 10 Min
  4. 4

    Den heißen Sud samt Zwiebeln und Gewürzen über die Heringe gießen, sodass sie bedeckt sind. Abkühlen lassen.

  5. 5

    Zugedeckt im Kühlschrank mindestens 24 Stunden, besser 2–3 Tage durchziehen lassen. Gut gekühlt mit frischem Brot, Schwarzbrot oder Bratkartoffeln servieren.

    ⏱️ ca. 1440 Min

    💡 Tipp: Der Brathering schmeckt am zweiten und dritten Tag am besten, wenn Essig und Gewürze voll durchgezogen sind.

Video zum Rezept

Brathering
YouTube

Externes Video zur Inspiration – Zutaten und Zubereitung können von unserem Rezept abweichen. Beim Abspielen wird eine Verbindung zu YouTube (Google) hergestellt.

📜 Herkunft & Geschichte

Brathering ist ein Gericht der deutschen Küche aus gebratenen und anschließend marinierten Heringen. An Nord- und Ostseeküste war Hering über Jahrhunderte ein billiges, reichlich vorhandenes Grundnahrungsmittel. Das Braten und anschließende Einlegen in einen sauren Essig-Zwiebel-Sud machte den Fisch tagelang ohne Kühlung haltbar und den Brathering damit zu einer praktischen Alltags- und Fastenspeise. Er wird kalt als Imbiss, Vorspeise oder leichtes Hauptgericht serviert — klassisch mit Brötchen, Schwarzbrot oder Brat- und Salzkartoffeln — und ist in ganz Norddeutschland von Schleswig-Holstein bis Mecklenburg beliebt.

🗺️ Wo wird Brathering gekocht?

🇩🇪

Schleswig-Holstein · Schleswig-Holstein

Hauptregion

An der Nord- und Ostseeküste war Hering über Jahrhunderte ein billiges Grundnahrungsmittel; das Braten und saure Einlegen machte ihn ohne Kühlung haltbar.

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🇩🇪

Mecklenburg-vorpommern · Mecklenburg-Vorpommern

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Hamburg · Hamburg

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🌿 Regionale Varianten

Müllerin-Art (à la meunière)

Norddeutsche Zubereitung: der grüne Hering wird mehliert, in Butter gebraten und mit Zwiebelringen serviert, bevor er in den Sud kommt.

Bratheringsfilet

Statt ganzer Fische werden entgrätete Heringsfilets gebraten und eingelegt; die Durchziehzeit ist etwas kürzer.

Brathering in Gelee

Als Handelsware werden Bratheringe auch in Gelee (Aspik) eingelegt angeboten, was sie länger haltbar macht.

🍷 Was passt dazu?

Kalt serviert mit Bratkartoffeln, Brot, Pell- oder Salzkartoffeln und Kartoffelpüree; dazu Zwiebelringe, Remoulade oder Senf. Als deftige Brotzeit oder Fastenspeise.

Häufige Fragen

Welche Heringe eignen sich?

Frische, küchenfertige grüne Heringe (nicht gesalzen). Alternativ eignen sich auch küchenfertige Sprotten oder kleine Makrelen für eine ähnliche Zubereitung.

Wie lange hält sich Brathering?

Gut gekühlt und mit Sud bedeckt hält er sich im Kühlschrank etwa 4–5 Tage. Traditionell diente das saure Einlegen gerade der Haltbarmachung.

Warm oder kalt essen?

Brathering wird immer kalt gegessen, nachdem er im Sud durchgezogen ist. Frisch gebraten und warm heißt das Gericht dagegen einfach 'gebratener Hering'.

Was ist der Unterschied zwischen Brathering und Bismarckhering?

Der Brathering wird vor dem Einlegen gebraten, der Bismarckhering wird roh in den sauren Sud eingelegt. Beide werden anschließend mariniert, aber nur der Brathering ist gebraten.

Warum stören die Gräten kaum?

Die saure Marinade löst die dünnen Gräten des grünen Herings teilweise auf, sodass sie beim Essen kaum stören.

Womit wird Brathering serviert?

Kalt mit Brot, Bratkartoffeln, Kartoffelpüree oder Pellkartoffeln, oft mit Zwiebelringen und einem Klecks Remoulade oder Senf.

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Zutaten

verifiziert
Portionen:
4
  • Hering8 Stk
  • Weizenmehl4 EL
  • Pflanzenöl4 EL
  • Zwiebel3 Stk
  • Weißweinessig250 ml
  • Wasser250 ml
  • Zucker1 EL
  • Lorbeerblatt2 Stk
  • Pfefferkörner1 TL
  • Senfkörner1 TL
  • Salz1 TL
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Nährwerte pro Portion

559
kcal
30.49g
Eiweiß
39.23g
Kohlenhydrate
33.55g
Fett

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