Rheinische Schneidebohnen (Suure Bunne)
Beschreibung
Milchsauer vergorene Schneidebohnen, geschmort mit Kasseler Rippchen, Speck und Kartoffeln. Die rheinische Fassung wird mit Stampfkartoffeln gebunden statt suppig belassen und mit Schwarzbrot gegessen.
Zubereitung
✓ recherchiert- 1
Die sauren Bohnen in ein Sieb geben, kurz kalt abspülen und gut abtropfen lassen. Wer es milder mag, wässert sie 15 Minuten in kaltem Wasser und drückt sie dann aus.
⏱️ ca. 5 Min💡 Tipp: Die Säure ist von Charge zu Charge sehr unterschiedlich – erst probieren, dann entscheiden, ob gewässert wird.
- 2
Den Speck würfeln und in einem großen Topf im Schmalz auslassen. Die gewürfelte Zwiebel zugeben und glasig dünsten.
⏱️ ca. 8 Min - 3
Die Bohnen und das Lorbeerblatt zugeben, mit so viel Wasser aufgießen, dass alles knapp bedeckt ist, und zugedeckt 30 Minuten leise köcheln lassen.
⏱️ ca. 30 Min - 4
Die Kasseler Rippchen auf die Bohnen legen und weitere 30 Minuten mitziehen lassen, bis sich das Fleisch leicht vom Knochen löst.
⏱️ ca. 30 Min - 5
Inzwischen die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser weich kochen. Abgießen und grob zerstampfen.
⏱️ ca. 25 Min - 6
Das Fleisch aus dem Topf nehmen, vom Knochen lösen und zerteilen. Die zerstampften Kartoffeln unter die Bohnen heben, bis das Gericht sämig und nicht mehr suppig ist. Das Fleisch zurückgeben.
⏱️ ca. 5 Min - 7
Das Lorbeerblatt entfernen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiß mit Schwarzbrot servieren.
⏱️ ca. 3 Min
📜 Herkunft & Geschichte
Saure Bohnen – auch Salzbohnen, Salz-Schneidebohnen, rheinische Schneide- oder Tonnenbohnen genannt – sind grüne Gartenbohnen, die ähnlich wie Sauerkraut und Salzgurken durch Milchsäuregärung konserviert werden; der deutsche Wikipedia-Artikel zählt sie zu den Sauergemüsen. Bei haushaltsüblicher Herstellung wurden die geputzten, blanchierten und geschnittenen Bohnen abwechselnd mit Salz in einen Steinguttopf geschichtet und festgestampft, bis sie mit dem eigenen Saft bedeckt waren, anschließend mit Brettchen und Stein beschwert und einige Wochen vergoren. So stand lange vor der Tiefkühltruhe den ganzen Winter über ein vitaminreiches Gemüse zur Verfügung. Traditionell werden saure Bohnen mit Speck, Zwiebeln und Kasseler oder Mettwurst als Eintopf zubereitet. Die rheinische Art, „Suure Bunne", unterscheidet sich von der norddeutschen dadurch, dass sie weniger flüssig ist und zusätzlich Stampfkartoffeln enthält – genau so liegt sie auf dem Foto auf dem Teller, mit Rippchenfleisch und Schwarzbrot.
🗺️ Wo wird Rheinische Schneidebohnen (Suure Bunne) gekocht?
Rheinland · Nordrhein-Westfalen
HauptregionHäufige Fragen
Woher bekomme ich saure Schneidebohnen?
Laut dem Wikipedia-Artikel „Saure Bohnen" sind sie in einigen Regionen Deutschlands, meist in Beuteln verpackt, als Handelsware erhältlich – im Rheinland auf Wochenmärkten und in gut sortierten Supermärkten. Selbst ansetzen geht ebenfalls: geputzte, blanchierte und geschnittene Bohnen schichtweise mit Salz in einen Steinguttopf stampfen, beschweren und einige Wochen gären lassen.
Was unterscheidet die rheinische von der norddeutschen Zubereitung?
Der Wikipedia-Artikel hält fest: Saure Bohnen nach rheinischer Art („Suure Bunne") sind weniger flüssig und enthalten zusätzlich Stampfkartoffeln. In der norddeutschen Küche werden sie dagegen auch zusammen mit separat gekochtem Rindfleisch zubereitet oder für Salate verwendet.
Kann ich statt Kasseler etwas anderes nehmen?
Ja. Traditionell werden saure Bohnen mit Speck, Zwiebeln und Kasseler oder Mettwurst zubereitet. Eine grobe Mettwurst oder ein Stück durchwachsener Schweinebauch passen ebenso gut; wichtig ist die geräucherte Note als Gegengewicht zur Säure.
Warum heißen die Bohnen auch Tonnenbohnen?
Der Name verweist auf das Gefäß: Die Bohnen wurden in Tonnen beziehungsweise Steinguttöpfen eingestampft und dort vergoren. Der Wikipedia-Artikel nennt neben Tonnenbohnen auch Salzbohnen, Salz-Schneidebohnen und rheinische Schneidebohnen als gebräuchliche Bezeichnungen.
Bewertungen
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Zutaten
verifiziert- Saure Bohnen750 g
- Kartoffel800 g
- Schweinerippchen600 g
- Speck100 g
- Zwiebel1 Stk
- Schweineschmalz1 EL
- Lorbeerblatt1 Stk
- Salz1 TL
- Pfeffer2 Prise
- Schwarzbrot200 g
Nährwerte pro Portion
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